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Gimme One - Ein Hundetagebuch aus Uganda 29.00EUR

Autor: Barbara Schröter


Broschure
148 Seiten, davon 20 Farbseiten
pro literatur Verlag
Erscheinungsdatum: 03/2009 

Klappentext/Kurzbeschreibung:

Die Labradorhunde Yellow und Kiko ziehen mit ihrer Familie von Simbabwe nach Uganda und sind in ihrem neuen Umfeld schnell gefordert:

Straßenhunde machen ihnen das Einleben schwer. Doch als sie einen fast toten Welpen in einer Plastiktüte finden, sind sie als Beschützer gefordert. Nach nfänglichen Schwierigkeiten erleben sie gemeinsam viele Abenteuer und zahlreiche schöne Momente. Doch gerade, als sich Yellows Gesundheitszustand rapide verschlechtert, erhält das Hunderudel neuen Zuwachs …

Barbara Schröter erzählt mit viel Liebe aus den Perspektiven ihrer vier Hunde von der aufregenden Zeit in Uganda, die überschattet wird von Kämpfen mit Straßenhunden, Krankheiten und anderen Widrigkeiten bis hin zu schweren Verlusten. Das Buch schildert wahre Begebenheiten aus dem Zusammenleben der Familie in Uganda und die Brutalität, mit der Hunde in diesem Land im Allgemeinen gehalten und behandelt werden.

Leseprobe:

Kiko

„Hörst du das?“, frage ich Yellow, der mich verschlafen anguckt und gähnt.

„Was?“

„Na dieses Geschrei – da ruft jemand um Hilfe.“

„Wo denn?“

„Hey, bist du taub? Komm mit!“

Gefolgt von Yellow renne ich in Richtung Hühnerstall und bleibe vor der Mauer hinter Olivers Zimmern stehen.

Das Geschrei ist nun eher ein Wimmern, aber Yellow hört es nun auch:

„Was ist das?“

„Hört sich an wie schreiende Hundebabys“, überlege ich.

Yellow steht mit schief gelegtem Kopf vor der Mauer. Das Fiepen klingt herzzerreißend. 

„Das hört sich ja furchtbar an, wir müssen Baba rufen!“

Aus Yellows Schnauze ertönt markerschütterndes Geheul und ich belle so laut ich kann, bis Baba endlich um die Ecke saust. Was ist denn hier los?“, schreit sie aufgeregt. Wir sind still, das Gequäke ist nun laut und deutlich zu hören.

„Oh Gott, was ist das?“ Baba wird ganz blass.

„Das hört sich an wie kleine Katzen oder Hunde. Los, lasst uns nachsehen!“

Schwanzwedelnd folgen wir Baba ums Haus, die Einfahrt herauf zum Tor. Sobald sie es öffnet, dränge ich an ihr vorbei auf den staubigen Weg, der an unserem Grundstück vorbeiführt. Ich sehe mich nach Yellow um, der mir langsamer folgt.

„Los komm, mach schon, Alter!“, fordere ich ihn bellend auf, bevor ich in dem hohen Gras verschwinde, das auf dem leeren Nachbargrundstück unter Bananenstauden wächst. Hier ist es dämmrig und wie in einem Dschungel, es riecht nach Erde und Fäulnis.

Yellow folgt mir durch das Dickicht und wir rennen in die Richtung, aus der das Gebrüll ertönt. Vor einer Plastiktüte bleiben wir stehen. Auf der Tüte liegt ein winzig kleiner, hellbrauner Welpe und schreit so laut er kann. Vorsichtig stupse ich den Schreihals mit der Nase an. Er schreit noch lauter und rollt auf die Seite. Entsetzt erkenne ich, dass sein Bauch voller löchriger Wunden ist, in denen sich kleine weiße Maden winden. Schockiert zucke ich zurück. Yellow starrt mich fassungslos an.

Im Gebüsch ertönt ein lautes Rascheln, Baba beugt sich über den Welpen. Sie hebt ihn auf. Sofort ist er still. Unbeholfen wackelt sein Kopf hin und her, seine Augen sind geschlossen, sein Mäulchen sucht schmatzend nach einer Nahrungsquelle.

Die Plastiktüte bewegt sich. Erneutes Fiepen ertönt, aber ganz leise und schwach. Baba schiebt das Plastik auseinander und stöhnt laut auf.

„Ich glaub’s nicht, jetzt seht euch das mal an! Wie kann jemand nur so brutal sein“, schimpft sie.

Die vier Welpen in der Tüte sind pitschnass, die Nabelschnur hängt blutig an ihren Bäuchen. Ein Welpe ist tot, seine Eingeweide quellen aus einer tiefen Wunde, in der die gleichen Maden krabbeln wie in den Wunden seiner Geschwister. Hunderte von Ameisen scheinen die Winzlinge bei lebendigem Leib zu fressen.

Angeekelt wende ich mich ab. Mit hängenden Schwänzen folgen wir Baba, die laut nach Oliver und Mary schreit, als sie die Kleinen auf die Wiese in der Toreinfahrt in die Sonne legt. Mary schlägt kreischend die Hände über ihrem Kopf zusammen, als sie die kleinen Körper sieht, Oliver steht fassungslos daneben.

„Was machen wir bloß mit denen?“, fragt er hilflos.

„Die werden jetzt erst einmal gebadet“, entgegnet Baba.



Rezensionen/Presse:


DerAutor/Die Autorin:

Barbara Schröter, Jahrgang 1953, Krankenschwester, lebte mehrere Jahre in Korea und Pakistan. 2003 musste sie mit ihrer Familie Simbabwe wegen politischer Unruhen verlassen. Sie lebt seitdem in Uganda, ab 2009 in Pretoria, Südafrika.

www.barbara-schroeter.de


 





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Dieses Produkt haben wir am Freitag, 12. Dezember 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

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